Hochrechnung von Kollisionsopferzahlen

Fledermäuse können an Windenergieanlagen geschlagen werden. Die Suche nach Kollisionsopfern ist eine bewährte Methode zur Ermittlung der Anzahl der betroffenen Individuen. Das Problem bei diesen Suchen ist, dass die Bedingungen selten so gut sind, dass alle Tiere gefunden werden. V.a. drei Faktoren verhindern das Auffinden aller kollidierten Tiere:

  • der Abtrag der toten Fledermäuse durch Prädatoren
  • die begrenzte Fähigkeit der Suchenden alle vorhandenen Tiere zu finden
  • hohe und dichte Vegetation auf Teilflächen, die eine Suche erschwert oder ausschließt

Im Rahmen eines vom BMU geförderten Forschungsprojektes an der Leibniz Universität Hannover zur Reduktion des Kollisionsrisikos von Fledermäusen an Windenergieanlagen wurde unter anderem ein Internettool entwickelt, mit dem die Anzahl der voraussichtlichen Kollisionsopfer berechnet werden kann, ohne dass die Nutzer sich mit den umfangreichen statistischen Berechnungen auseinandersetzen müssen. Dieses Statistiktool berücksichtigt die Verbleiberate, die Sucheffizienz der Suchenden und die Flächenbeschaffenheit, d.h. die absuchbaren Flächenanteile und die Höhe und Dichte der Vegetation. Dieses Tool ist unter folgender Adresse zu erreichen: www.kollisionsopfersuche.uni-hannover.de. Dort finden Sie weitere Hinweise zum Tool.

Aus einer WEA

zuletzt geändert am 21.01.2014

Dipl.-Ing. Ivo Niermann, Büro für Tierökologie und Landschaftsplanung

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