Anabat (SD1, SD2)

Anabats werden in Deutschland ungefähr seit 2005 eingesetzt. Diese Detektoren eignen sich speziell für Langzeiterfassungen, da die Rufe der Fledermäuse als verhältnismäßig kleine Dateien direkt auf eine Speicherkarte geschrieben werden. Ein weiteres Merkmal der Technik ist, dass es sich um einen sogenannten "Teiler" handelt, also Rufe im gesamten Frequenzspektrum erfasst werden können. Mit Hilfe von Zubehör können die Rufe darüber hinaus in Echtzeit dargestellt werden und zusätzlich mit einer Geo-Koordinate abgespeichert werden. Das Büro verfügt über mehrere Anabats (SD1 und SD2).

Als wahrscheinlich erstes Büro in Deutschland haben wir bereits im Jahr 2009 in einer Reihe von Projekten systematisch Anabats mit Displays und GPS-Modulen auf unseren Transektbegehungen und -befahrungen (siehe Bild) eingesetzt. Dabei hat diese Technik die zeitgleich eingesetzten Mischer-Detektoren auf geradezu ideale Weise ergänzt. Die auf diese Weise erhöhte Transparenz und Nachvollziehbarkeit (hinsichtlich der zeitlichen und räumlichen Zuordnung sowie der Bestimmung der Rufe) ist beachtlich. Auch die erhöhte Effizienz beim Verarbeiten der Daten (direktes Einladen der Koordinaten) ist ein Fortschritt gegenüber der üblichen Verarbeitung.

Anabats eignen sich zudem hervorragend für die Langzeiterfassung von Fledermäusen. So können Einheiten (z.B. in umgebauten Vogelkästen) mehrere Wochen lang ununterbrochen Daten sammeln.

SD1 mit pda und gps-Einheiten
Transektfahrten mit dem Anabat SD1
Dauererfassung mit dem Anabat SD1
Externes Mikrofon und GPS-Einheit auf einem Autodach für Transektfahrten

zuletzt geändert am 15.12.2013

Dipl.-Ing. Ivo Niermann, Büro für Tierökologie und Landschaftsplanung

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